“Für uns und viele unserer Mitarbeiter war es völlig unverständlich, dass Ver.di die Verhandlungen Anfang Juni einseitig absagte. Als Geste des guten Willens fordere ich Ver.di auf, alle Streikaktionen sofort einstellen zu lassen. Ich hoffe, dass wir jetzt tatsächlich über die Fragen im Tarifvertrag sprechen können, die unsere 140.000 Arbeitnehmer direkt betreffen.” Obwohl ver.di bei der Einführung von Mindestlöhnen die Unterstützung der Deutschen Post erhielt, waren die Konkurrenten des Marktführers strikt gegen eine gesetzliche Lohnregulierung in der Branche. Beide Seiten warfen sich gegenseitig vor, Arbeitsplätze zu gefährden, indem sie entweder einen Mindestlohn forderten oder deren Einführung verhinderten. Eine von der Bundesnetzagentur in Auftrag gegebene Studie ergab unterdessen, dass die Löhne und Konditionen der Neuzugänge deutlich unter den tariflichen Standards der Deutschen Post lagen. Die Studie argumentierte jedoch auch, dass die Löhne bei den Wettbewerbern der Deutschen Post das Lohnniveau überstiegen, das ver.di als branchenübergreifenden nationalen Mindestlohn etablieren wollte und stattdessen mit Löhnen in anderen vergleichbaren Branchen verglichen werden sollte als in der Deutschen Post (DE0706039I); Ver.di wies dieses Argument jedoch zurück. ITF-Generalsekretär Steve Cotton sagte: “Die Taktik des Unternehmens hat im Deutschland des 21. Jahrhunderts keinen Platz, und Tausende und Abertausende seiner Mitarbeiter stellen sich ihnen entgegen. DP-DHL wurde beim Versuch erwischt, die größte Gewerkschaft des Landes zu spalten und sogar zu brechen. Einhundertvierzigtausend Arbeiter verhandelten, kämpften und bewiesen ihren Wert, um sich menschenwürdige Tarifrechte zu sichern. Jetzt versucht das Unternehmen, sich um sie und ihre eigenen Verpflichtungen zu bemühen. Diese 140.000 Arbeitnehmer – unterstützt von ihren Kollegen weltweit – sagen, dass sie damit nicht durchkommen werden. Dieser Tarifvertrag definiert Postzustelldienste als alle Vorgänge, die sich mit der Abholung, Abwicklung und Lieferung von schriftlicher Korrespondenz mit einem Gewicht von nicht mehr als 1.000 Gramm befassen.

Sie wird allgemeine Mindeststundenlöhne von 8 € in Ostdeutschland und 8,40 € in Westdeutschland einschließlich Berlin vorsehen. Für Postbeschäftigte werden die Mindestsätze in Ostdeutschland auf 9 Euro pro Stunde und in Westdeutschland einschließlich Berlin auf 9,80 Euro pro Stunde festgesetzt. Die Frage, ob die Ost- oder Westtarife gelten, hängt davon ab, wo der Service erbracht wird, und nicht davon, wo sich das Unternehmen befindet. Darüber hinaus laufen ab dem 1. Januar 2010 die Osttarife aus, und ein einheitlicher Mindeststundensatz von 8,40 € im Allgemeinen und von 9,80 € für Postbeschäftigte tritt in Kraft. Zwei weitere deutsche Unternehmen, die ehemalige Drogeriekette Schlecker und die Warenhauskette Karstadt, haben ähnliche Ansätze versucht, wenn auch erfolglos. DUESSELDORF (Reuters) – Die Deutsche Post hat ihren 130.000 Beschäftigten höhere Löhne angeboten, wie die Deutsche Post am Mittwoch mitteilte. Das Entsendegesetz von 1996 sieht den betroffenen Arbeitnehmern den Schutz der gesetzlichen Mindeststandards in Den Usa wie Arbeitszeit, bezahlter Urlaub, Gesundheit und Sicherheit, Mutterschaft und Gleichbehandlung vor.

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