Diese hohe Betonung der Tarifverhandlungen wird jedoch verringert, wenn die Mitgliedsunternehmen der so genannten OT-Verbände nach ihren Prioritäten gefragt werden. In diesem Fall rangieren die Tarifverhandlungen nach Rechtshilfe und Personalmanagement (Wert 1,9) an zweiter Stelle (Wert 2,8), haben aber immer noch eine viel höhere Priorität als alle anderen Punkte, die in die Erhebung einbezogen wurden. Dieses Ergebnis erscheint überraschend, da diese Unternehmen sich entschieden haben, an die “OT”-Verbände zu wechseln, vor allem, weil sie mit den Bedingungen der branchenweiten Vereinbarung unzufrieden waren. Der Studie zufolge benötigen viele Unternehmen, die versuchen, sich einer branchenweiten Vereinbarung zu entziehen, noch einige externe Unterstützung, um entweder eine separate Vereinbarung auf Unternehmensebene auszuhandeln oder Standards zu schaffen, die dem Management der Unternehmen helfen, die Löhne individuell mit ihren Mitarbeitern auszuhandeln. Tarifverträge sind eine der wichtigsten Mitgliedsleistungen der Gewerkschaften. Tarifverträge haben viele rechtliche Bedingungen verbessert, die sich auf den Status der Arbeitnehmer auswirken. Die finnische gesetzgebung schreibt keinen Mindestlohn vor. Mindestlöhne sind in branchenspezifischen Tarifverträgen festgelegt. Darüber hinaus werden Tarifverträge genutzt, um beispielsweise beschäftigungspolitische Gründe, Gehaltserhöhungen und Regelungen für Arbeitszeiten, Überstunden, Wochenferien sowie Abend- und Wochenendarbeit zu vereinbaren. Innerhalb des deutschen Systems branchenweiter “gemusterter” Tarifverhandlungen sind starke Arbeitgeberverbände entscheidend, um ein hohes Niveau der Tarifbindung aufrechtzuerhalten, da diese Verbände Vereinbarungen aushandeln, die für alle ihre Mitgliedsunternehmen unmittelbar bindend sind. Während es auch Einzelarbeitgeber-Verhandlungen gibt, mit solchen Vereinbarungen, die etwa 7 % aller Arbeitnehmer in Westdeutschland und 10 % im Osten abdecken, werden die Grundnormen meist in Verhandlungen zwischen den acht Gewerkschaften des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und den rund 500 Arbeitgeberverbänden festgelegt, von denen viele direkt oder indirekt der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (DGB) angeschlossen sind. , BDA).

Related Posts